Möbel umgestalten

Renovieren statt neukaufen

Jeder kennt es: Die alten Möbel kann man nicht mehr sehen, obwohl sie noch gut wären. Am liebsten würde man sie gegen Neue tauschen, hat aber doch ein schlechtes Gewissen, weil sie noch o.k. sind und schließlich Geld gekostet haben und, weil es Verschwendung ist.

Ja, sind wir mal ehrlich. Alle paar Jahre neue Möbel kaufen, nur weil sie einem nicht mehr gefallen, ist nicht gerade umweltfreundlich. Wir haben ja schon einige Öko-Stores vorgestellt, wo ihr Möbel findet, die zeitlos und wirklich für Jahrzehnte gedacht sind. Da wollen wir natürlich hin, obwohl das natürlich auch bedeutet, dass die Möbelindustrie nicht mehr so viel verdienen kann.

Langfristig brauchen wir eben alle Lösungen für unsere Umwelt. Im Kleinen können wir im eigenen Haushalt anfangen und schauen, was man noch behalten oder gut verwerten kann. Alte Möbel, die eigentlich hochwertig sind, kann man ja auch optisch aufpeppen. Etwa indem man sie anstreicht oder ganz einfach beklebt. Ja, das ist gar nicht mehr schwer! Es gibt heute extra Klebefolien für Schränke, Türen, auch für Küchenschränke und sogar für Arbeitsplatten in der Küche. Viele entdecken ihr Heimwerker-Talent und natürlich macht es uns das Internet mit anregenden Websites zum Renovieren und Heimwerken auch leicht, die nötigen Kenntnisse zu erwerben.

Wenn man sich Zeit nimmt und die Anweisungen genau beachtet, gelingt das Ergebnis auch. Bei der Auswahl der Folien sollte man aber sehr genau sein. Leider hat man oft nur kleine Fotos und die Folien sehen großflächig anders aus. Hier muss man wirklich seine Fantasie bemühen und sich die große Fläche vorstellen. Schön und natürlich wirkt es, wenn die Folien etwas Maserung haben, wie echtes Holz. Das sieht auch bei weißer Folie recht schön aus.

yjyoun / Pixabay

Foto-Folien oder natürliche Dessins

Hat man sich einmal mit dem Thema beschäftigt, merkt man wie groß die Auswahl an tollen Folien für Schränke und Flächen ist. Man kann damit im Grunde in jedem Raum seinen Möbel eine neue Optik geben und der ganze Raum wirkt dann total anders. Es reicht auch, wenn man einzelne Elemente eines Schrankes beklebt, etwa nur jede 2. Schublade oder abwechselnd eine Schranktür freilässt.

Foto-Folien gibt es heute mit allen möglichen Motiven. Sie sind zwar toll, aber sie bestimmen dann schon sehr die Optik eines Raumes. Es gibt sie auch für die Türen. Das öffnet einen Raum optisch enorm. Wer so etwas erst einmal ausprobieren möchte, der kann aber auch erstmal ein Türposter nehmen. Hier muss man nicht so genau arbeiten und hat den Effekt ausprobiert. Es ist wirklich faszinierend, wenn eine Tür optisch im Raum regelrecht verschwindet.

Folie selbst kleben – mit Sorgfalt klappt es gut

Bevor man loslegt, muss man sich in Ruhe vorbereiten, sich am besten mehrere Anleitungen im Web ansehen und vor allem aufpassen, dass man sich beim Zuschnitt und Ausmessen nicht vertut. Das ist nämlich schnell geschehen.

Die meisten Folien haben auf der Rückseite ein Raster, an dem man sich beim Messen und Schneiden gut orientieren kann. Ist alles perfekt zugeschnitten, geht es ans Kleben mit dem Rakel, der meist mitgeliefert wird. Jetzt kann es diffizil werden. Denn manche Folien lassen sich nur von einer Seite gut verkleben, also z.B. nur von oben oder nur von unten. Das merkt man daran, dass sich von einer Seite nichts wellt, aber von der anderen Seite ständig. Dann schleunigst andersherum arbeiten! Anfangs kann man die Folie ja auch noch mal abziehen und neu beginnen. Natürlich gibt es Unterschiede bei den Folien. Manche lassen sich recht easy glatt verkleben, bei anderen wird es schwierig. Und bei einigen kann oder soll man am Ende noch föhnen, damit sich der Kleber auflöst und erst dann wird auch alles glatt.

Allgemein sind die heutigen Klebefolien aber wirklich sehr gut, viel einfacher zu handhaben als früher und das Kleben ist nicht so stressig. Man muss sich nur für die einzelnen Bahnen Zeit nehmen und dann wieder Pausen machen. Man klebt die Bahnen Stück für Stück auf und rakelt immer nach. Gleichzeitig muss man darauf achten, dass die Bahn gerade, also bündig mit dem Rand abschließt. Das ist sehr wichtig, wenn die Folie ein Muster oder eine Maserung hat.

Am Ende aber lohnt sich die Mühe, meist hatte man beim Kleben ja auch Spaß, denn man sieht ja schon schnell das Ergebnis. Und es ist eine viel sauberere Sache als die Möbel zu streichen.

 

 

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