Kleintierhaltung: Hamster und was es zu beachten gilt

Neben Kaninchen, denen wir auf unserer Plattform den Artikel “Kleintierhaltung: Kaninchen und was es zu beachten gilt” widmen, sind Hamster, Meerschweinchen, Mäuse und Ratten, Frettchen, Fische, Reptilien und Vögel die beliebtesten Kleintiere. Dass “klein” jedoch nicht zwangsläufig für kleinen Aufwand steht, sollte jedem mit Anschaffungsambition klar sein, damit vernachlässigte und verwahrloste Tiere eben nicht im Heim landen, wie es heutzutage oft der Fall ist.

Bedeutet, obgleich das Tierchen superputzig anmutet, kann es unter Umständen sein, dass der Pflegeaufwand verhältnismäßig groß ist, und exakt das wird unterschätzt. Fehler in der Haltung kommen Tiere stets teuer zu stehen. Von falscher Ernährung über Einzelhaltung bis hin zu mangelnder Auslastung und Hygiene.

Wir nehmen das zum Anlass, um darüber aufzuklären, was die betreffenden Kleintiere benötigen, um sich pudelwohl zu fühlen. Der folgende Artikel beschäftigt sich explizit mit Hamstern, und zeigt auf, wie es richtig geht.

WAS HAMSTER WOLLEN UND BRAUCHEN

Der Hamster ist ein knallharter Einzelgänger und sticht damit aus der “Kleintiermasse” heraus, die in der Regel Gesellschaft bevorzugt, siehe Kaninchen. Der Hamster hat demnach überhaupt keinen Bock auf Kontrahenten, womit sich das Tier prima für Einzelhaltung eignet.

Wer folgendermaßen mit den Gedanken bei Hamtaro ist, dem beliebten, japanischen Anime, wird eines Besseren belehrt und muss einsehen, dass Hamster tatsächlich nicht in liebevollen Gemeinschaften leben. Ab der Pubertät muss separiert werden.

UNTERBRINGUNG

Wie sämtliche Kleintiere benötigen Hamster ausreichend Platz. In der freien Natur legen sie nicht selten mehrere Kilometer am Tag zurück, was die Notwendigkeit eines Hamsterrads einmal mehr betont. Dieses bietet Abwechslung, sagt Übergewicht den Kampf an, und darf aufgrund dessen niemals fehlen.

Der Hamsterkäfig soll zwischen 0,5 und 1 m² groß sein, reichlich mit Heu und Einstreu ausgestattet, und es gilt die Devise, je größer, desto besser. Und da Hamster es lieben, wie verrückt zu nagen, zu buddeln, zu klettern und auszubrechen, ist ein konventioneller, günstiger Gitterkäfig nicht empfehlenswert. Perfekt sind hingegen zweckentfremdete Aquarien, Terrarien und Eigenbauten, wobei das Netz voll ist mit bunten und kreativen DIY-Ideen, die den Hamster glücklich zu machen vermögen.

Tunnel, Hamsterrad, Verstecke, Schlafplätze, Erhöhungen, Hindernisse und Klettermöglichkeiten? Immer her damit! Dinge wie Äste und Hölzer, ungiftige Pflanzen, Papprollen, Kokosnüsse und Schalen, die idealerweise mit Sand gefüllt sind, dürfen überdies im Gehege platziert werden. Allem voran Sand ist unverzichtbar, weil dieser als Maniküre fungiert und der Fellpflege dient.

ERNÄHRUNG

Die nachtaktiven Tiere wollen ausgewogen ernährt werden. Fertig abgepackte Nahrung von Fressnapf um die Ecke ist dementsprechend nicht ausreichend, und muss erweitert werden mit Früchten, Getreide, Körnern, Kräutern und Gemüse. Insekten stehen genauso auf dem Speiseplan, obwohl es zu beachten gilt, dass Hamster bunkern, und man deshalb ein Auge darauf haben muss. Denn Schimmel ist des Hamsters Feind und der Gesundheit alles andere als zuträglich.

Zu guter Letzt brauchen Hamster Trinkwasser, und hinsichtlich gibt es diverse Flaschen mit Nippeln, die sich eignen. Der Futternapf soll nicht zu groß sein, außer man findet es toll, dass der Hamster darin badet, und bei allem gilt grundsätzlich, dass natürliche Materialien besser sind als Kunststoff.

Wer sich dann noch für ein separates Futterhäuschen entscheidet, wird schließlich weniger Probleme haben, geht es darum, im Käfig nach verdorbenem Futter zu suchen.

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