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Tapeten: Nie war die Auswahl grösser

Wohzimmer mit gestreifter Tapete

Tapeten schienen lange aus der Mode zu sein. Aber sie sind zurück und finden immer mehr Liebhaber. Das ist verständlich, denn durch keinen anderen Wandschmuck und kein anderes Accessoires kann ein Raum individueller gestaltet werden. Die Rede ist allerdings nicht von den etwas langweiligen, weißen Raufasertapeten, die Ende des letzten Jahrtausends in den meisten Wohnungen zu finden waren. Jetzt treiben es die Tapeten bunt, mal kunstvoll, mal verspielt, romantisch oder futuristisch – da heißt es gut zu planen. Denn wenn die Schmuckstücke erst einmal angebracht sind, sollten sie doch ein paar Jahre für Wohlfühlatmosphäre im Raum sorgen.

Tapeten – erlaubt ist auch hier, was gefällt

In früheren Zeiten gingen Tapeten mit der Mode. Bestimmte Farben und Motive waren angesagt und man fand diese dann in wenig abgewandelter Form in fast jedem Haus. Das wäre heute undenkbar, wir lassen uns nicht gerne ein Modediktat aufzwingen. Es ist auch nicht mehr üblich, den gesamten Raum mit buntem Wandschmuck zu versehen. Je nach Muster und Farbwahl kann eine besondere Wirkung erzielt werden, wenn nur eine Wand tapeziert wird. Bei geschickter Wahl können damit Raumgröße und -charakter optisch verändert werden.

Grundsätzlich gilt auch hier: Erlaubt ist, was gefällt, wir interessieren uns höchstens für Trend-Empfehlungen. Entsprechend stehen Tapeten auch in unzähligen Varianten zur Auswahl. Da fällt es leicht, die Wandgestaltung perfekt auf die Einrichtung des Raumes und den eigenen Geschmack abzustimmen und die Zimmer ganz individuell zu gestalten. Es gibt kaum ein Muster und kaum eine Farbe, die nicht als Tapete erhältlich wären. Wer es ganz extravagant mag, greift zu Tapeten mit 3-D-Wirkung.

Die passende Tapete finden

Tapeten sind nicht nur aus Papier, sondern aus ganz unterschiedlichen Materialien erhältlich. Da lohnt es sich, einmal in Ruhe in einem Fachgeschäft die Angebote anzusehen. Du wirst vielleicht überrascht sein, denn Tapeten werden aus Glasvlies, Textilien, Kunststoff, Jute und weiteren Naturstoffen angeboten. Neben dem eigenen Geschmack spielt bei der Auswahl der Geldbeutel eine Rolle. Wer unschlüssig ist, findet im Fachhandel kompetente Beratung.

Die früher üblichen abwaschbaren Tapeten für Küche und Bad haben zwar weitestgehend ausgedient, kommen aber bei Retro-Liebhabern inzwischen auch wieder zum Einsatz.

Übrigens: Es gibt auch spezielle Isoliertapeten, die vor allem dann in Betracht gezogen werden sollten, wenn die Dämmung deines Hauses ungenügend ist.

Auch Fototapeten sind wieder da

Einst geliebt, dann von den Wänden verbannt, sind auch Fototapeten wieder in. Wenn dich regelmäßig das Fernweh plagt, verwandelst du mit wenig Aufwand eine Wand in deinem Zimmer in einen Karibikstrand oder du holst dir das Panorama deiner Lieblingsstadt nach Hause. Steht dir eher der Sinn nach Ruhe und Entspannung, gibt es täuschend echte Fototapeten mit Waldmotiven. Die Auswahl ist groß und wächst stetig. Aber das ist noch längst nicht alles: Fototapeten kannst du individuell bedrucken lassen. Das heißt: Vliestapeten lassen sich mit deinen eigenen Fotos versehen.

Tapezieren – Fachmann bestellen oder selbst Hand anlegen?

Tapezieren macht zwar Spass, aber etwas handwerkliches Geschick sollte schon vorhanden sein. Es ist sehr ärgerlich, wenn die Übergänge sichtbar sind oder wenn sich Luftblasen bilden. Tapeten aus dünnem Papier reißen leicht und Muster müssen sehr penibel geklebt werden. Besonders aufwändig ist es, eine Decke zu tapezieren. Nicht zu vergessen, dass viele Wände noch eine Vorbereitung benötigen. Insgesamt gilt, dass Tapeten auf festen, glatten Wänden, die im Idealfall leicht saugfähig sind, am besten halten.

Möchtest du Tapezierarbeiten selbst durchführen, solltest du einerseits ausreichend Zeit einplanen, das benötigte Material rechtzeitig besorgen und möglichst noch einen erfahrenen Freund oder Freundin zur Hand haben, der/die dir hilft. Für hochwertige Tapeten kann es sinnvoller sein, einen Fachmann zu beauftragen. Das gilt auch, wenn das Zimmer schräge Wände oder einen extravaganten Grundriss mit vielen Ecken und Kanten aufweist.

Die Wahl der Tapete sollte immer gut überlegt sein! Einmal an der Wand, wird sie kaum jemand so schnell wieder entfernen wollen, schließlich stecken viel Geld und Zeit im neuen Wandschmuck. Und du möchtest doch sicher nicht, dass deine Familienmitglieder wie der irische Schriftsteller Oskar Wilde (1854 – 1900) sagen: «Entweder geht diese scheußliche Tapete – oder ich!».

Sabine Itting

 

 

 

 

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