Kinderzimmer

Sinnvolles fürs Kinderzimmer

Das erste Kinderzimmer einrichten – für viele junge Mamis und Papis ein Traum! Oft werden aber in erster Linie Erwachsenenträume verwirklicht und nicht immer so genau geschaut, was das Beste  fürs Kind ist.

Farbwahl: Muss alles in Rosa sein?

Fangen wir bei der  Farbwahl an. Immer mehr junge Muttis lieben es, das Zimmer der Tochter komplett in Rosa einzurichten. Einfach ein Prinzessinnentraum in Rosa! Aber ist es wirklich auch für das Kind die schönste und tollste Farbe? Klar, rosa beruhigt, aber stimuliert es auch die Sinne und wirkt anregend? Die Welt ist nun mal gar nicht so rosa. Rosa findet man vor allem bei Blumen vor, aber sonst?

Will man das Kind von Klein auf fördern und anregen, gehören eigentlich auch noch andere Farben ins Kinderzimmer, auch wenn die jungen Eltern es vor allem schick haben wollen, ist es doch gar nicht so kindgerecht, alles in einem Farbton zu wählen.

Die Sinneswahrnehmung der kleinen Kinder ist ja nicht so beschränkt, dass mehrere Farben überfordern würden. Also kann man hier schon mal schauen, ob man Rosa nicht auch variieren und mit anderen Farben kombinieren kann.

Abwechslungsreich gestaltetes Kinder/Jugendzimmer Victoria_Borodinova / Pixabay

Möbel und Spielzeug sorgsam wählen

Auch bei der Wahl der Möbel kann man sehr kindgerecht vorgehen. Kinder wollen natürlich klettern und ihre Körperkräfte messen. Klettern verbieten ist nicht immer die beste Wahl. Im schlechtesten Fall werden die Kleinen dann nämlich unsportlich und bewegungsfaul. Besser ist es sich schon im Kleinkindalter nach Möbeln umzuschauen, die extra für den Bewegungsdrang der Kleinen konzipiert sind, wie etwa das Kletterdreieck nach Pikler. Es sieht aus wie ein Wäscheständer aus Holz, ist aber einfach ein tolles Spielzeug! Es lässt sich vielseitig variieren und ergänzen.

Gefährliche Dinge meiden:

Es ist gar nicht so leicht, heutzutage ein Kinderzimmer so einzurichten, dass das Kind von schlechten Umwelteinflüssen verschont wird. Das fängt bei der Wahl der Materialien und Lacke an und geht beim Spielzeug, aber auch bei den Lampen weiter.

Klar, das meiste Spielzeug ist immer noch aus Plastik. Aber hier sollte man schauen, dass keine Phtalate darin enthalten sind. Man sollte nur noch von namhaften, bekannten Herstellern aus Europa kaufen. Viele Dinge, die Kinder toll und unwiderstehlich finden, sind eher schlecht für sie, wie künstlicher Spielschleim oder zerquetschbare Spielfiguren aus Schaumstoff. Kinder nehmen die Dinge ja leider gerne und oft in den Mund. -> Faires und gesundes Kinderspielzeug finden.

Bei der Wahl von Schränken, Tischen und Betten sollte man langfristig denken und Möbel kaufen, die man auf die Größe des Kindes hin anpassen kann.

Noch besser ist es, wenn Kleidung erst gar nicht produziert werden muss. Stichwort Secondhand: Gebrauchte Kleidung für Kinder ist einfach und günstig zu erwerben!

Babyphone geben elektromagnetische Strahlen ab – man sollte sie nicht jeden Tag nutzen! Es gibt mittlerweile Geräte, die strahlungsarm sind.
Elektrosmog sollte man allgemein vermeiden. Dazu sollten in der Nähe des Kindes keine elektrischen Leitungen verlaufen und sich Lampen befinden.

Tipp: Beim Kauf von Teppichboden und -kleber auf den Blauen Engel achten!

Stauraum und Spielbereiche schaffen

Kinder lieben Nischen und Ecken, wo sie sich verstecken können. Dort fühlen sie sich sicher und beschützt. Es ist also vollkommen falsch, das Kinderzimmer wie einen großen, offenen Raum einzurichten, auch wenn den Erwachsenen das gefällt.

Kinder stört es gar nicht so, wenn sie in einem kleinen Raum wohnen, voll mit den eigenen Spielsachen. Es sind eher die Erwachsenen, die das nervös macht.

Stauraum entsteht durch Hochbetten. Hier hat man einen Spielbereich und einen Schlafbereich, den man sogar mal tauschen kann.

Die Schränke und Regale sollte man wirklich intelligent wählen, so dass man viel Stauraum bekommt. Man kann sehr hohe Schränke wählen und oben die Dinge unterbringen, an die das Kind nicht unbedingt selbst muss. Die Schränke sollten nicht langweilig gestaltet sein, sondern lustig bunt und auch mal schräg angeordnet.

Viel Tageslicht

Da sich die Kinder viel in ihren Zimmern aufhalten, sollten es wirklich helle Räume sein, wo viel Tageslicht hineinkommt. Die Eltern sollten also für ihr Schlafzimmer lieber den Raum in der Wohnung oder im Haus wählen, wo weniger Licht ist, denn sie schlafen ja meist nur dort. Zu hell sollte es aber auch nicht sein, besonders im Sommer wird es dann wieder unangenehm. Hier frühzeitig an Sonnenschutz wie verschiebbare Plissees denken.

Spielbereiche

Kinder lieben Höhlen und Verstecke. Daher darf der Raum ruhig in verschiedene Bereiche unterteilt sein und ein bisschen geheimnisvoll wirken. Mit Vorhängen und kindgerechten Raumteilern kann man einen Raum für ein Kind viel interessanter gestalten. So kann man Ruhebereiche und Spielbereiche und einen extra Arbeitsbereich einrichten.

Das Kind kann sich so viel besser konzentrieren beim Lernen und Hausaufgaben machen und denkt nicht dauernd ans Spielen. Insgesamt ist ein ideales Kinderzimmer nicht immer das, was Erwachsene sich vorstellen, sondern eher etwas, was wie ein kleiner Abenteuerspielplatz wirkt.

 

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