Der nächste Sommersturm kommt bestimmt: Was kann ich tun?

KI: Wohnung während eines Sommersturms

Der Sommer hatte gerade erst Fahrt aufgenommen, da zeigte er plötzlich seine wilde, ungestüme Seite. Kein gemütliches Lüftchen, kein harmloses Rauschen. Ein Sommersturm, der ohne Vorwarnung durch die Straßen schoss, als hätte er es eilig. In meiner Küche stand die Glastür offen, und ehe ich überhaupt begriff, was abgeht, krachte sie zu. Das Glas zerbrach nicht einfach, es explodierte. Die Scherben flogen meterweit durch die Räume. Der Hund erstarrte. Ich ebenso, und wir beide dachten, die Welt würde nun zu Ende gehen.

Während ich die Splitter einsammelte, wurde mir klar, dass ich mich viel zu sehr auf Hitze konzentriert habe in den letzten Tagen (Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt: Was kann ich tun?). Sommerstürme sind eine andere Kategorie. Sie kommen abrupt, sind laut, und zeigen gnadenlos, welche Stellen im Haus nicht vorbereitet darauf sind.

SOS-TIPPS

Diese Maßnahmen funktionieren immer. Sie brauchen kein Budget und keine Vorbereitung.

  • Türen blockieren. Offene Türen reagieren auf Böen und schlagen mit immenser Kraft zu. Ein Keil, ein schwerer Gegenstand oder ein Riegel verhindert, dass sie zuknallen oder aus der Führung springen. Besonders Glastüren profitieren davon, da sie bei starkem Druck schnell nachgeben. Ein kurzer Rundgang durch die Wohnung reicht aus, um alle Türen so zu sichern, dass sie nicht unkontrolliert schlagen oder brechen. Selbst Innentüren können durch Luftstöße überraschend heftig ins Schloss krachen, daher lohnt sich eine kleine Kontrolle vor jedem Sturm.
  • Garten beruhigen. Blumentöpfe, Deko, Werkzeuge, alles, was lose herumsteht, verwandelt sich bei starkem Wind in fliegende Geschosse. Einmal gesammelt und an die Wand gestellt, bleibt der Außenbereich entspannt. Zusätzlich sorgt ein kurzer Blick auf leichte Gartenmöbel mit Geschoss-Potenzial dafür, dass nichts kippt oder über den Boden rutscht. Sogar kleinere Dinge wie Windlichter oder Pflanzschalen können bei starken Böen erstaunlich weit wandern. Ein paar Minuten Ordnung schaffen später eine Menge Ruhe.
  • Fenster schließen. Offene Fenster erzeugen Druck, der Türen zuschlagen lässt oder Rahmen belastet. Geschlossene Fenster stabilisieren das Haus und verhindern Folgeschäden. Große Glasflächen reagieren in der Regel empfindlich auf Druckschwankungen, daher lohnt es sich, auch gekippte Fenster vollständig zu schließen beziehungsweise zu sichern. So bleibt der Innenraum geschützt vor herumfliegenden Blättern, Staub und kleinen Ästen, die Stürme gerne mitbringen. Ein geschlossener Raum fühlt sich deutlich sicherer an.

DIY-LÖSUNGEN

Diese Ideen lassen sich in wenigen Minuten umsetzen.

  • Türpuffer improvisieren. Ein Handtuch, eine Matte oder ein Stück Stoff vor der Tür dämpft den Aufprall und verhindert, dass sie mit voller Wucht ins Schloss kracht. Speziell bei Glastüren ist das eine schnelle und effektive Maßnahme, wobei Teppichreste oder ein zusammengerolltes Kleidungsstück hervorragend funktionieren. Hauptsache, der Aufprall wird abgefedert und die Tür bleibt ruhig.
  • Leichte Möbel sichern. Ein Spanngurt, ein Seil oder ein schwerer Blumentopf geben leichten Möbeln Halt. Kunststoffstühle und -tische kippen bei Wind schnell um, daher lohnt sich eine kleine Sicherung. Stelle die Möbel an eine Wand und fixiere sie kurz, damit sie nicht durch den Garten wandern. Kleine Beistelltische und Hocker bleiben dann stabil und verursachen keine unnötige Unruhe bei Sturm.
  • Glasflächen entschärfen. Eine transparente Folie auf großen Türen oder Fenstern reduziert die Splittergefahr. Sie hält nicht alles, aber sie verhindert, dass Glas unkontrolliert fliegt. Bei älteren Glasflächen lohnt sich diese kleine Maßnahme, da sie im Ernstfall viel Chaos erspart. Die Folie ist schnell angebracht und fällt optisch kaum auf, sorgt aber für ein deutlich sichereres Gefühl. Ich hatte leider keine Folie, und deswegen die Explosion.

ALLGEMEINE TIPPS

Diese Maßnahmen helfen langfristig.

  • Schwachstellen prüfen. Türrahmen, Scharniere und Fensterdichtungen altern. Ein kurzer Blick zeigt, ob etwas locker ist oder nachgezogen werden sollte. Kleine Risse im Holz oder Metall können später zu Problemen führen, aus welchem Grund sich regelmäßige Kontrolle lohnt. Ein paar Minuten Aufmerksamkeit verhindern größere Schäden.
  • Pflanzen zurückschneiden. Überhängende Äste schlagen bei Sturm gegen Fassaden oder Fenster. Ein kleiner Rückschnitt sorgt für Ruhe. Zusätzlich bleibt der Garten gepflegt und wirkt weniger chaotisch. Mitunter Sträucher profitieren davon, weil sie bei starkem Wind nicht so leicht umknicken.Bild einer zerbrochenen Glastür
  • Versicherung klären. Viele Sturmschäden sind durch die Haushaltsversicherung gedeckt. Bei mir wurde der Schaden schnell reguliert. Ein Blick in die eigenen Unterlagen zeigt, welche Bereiche im Ernstfall abgesichert sind. Glasbruch, beschädigte Möbel und zerstörte Gartenobjekte gehören häufig dazu. Wichtig ist eine vollständige Dokumentation sämtlicher Schäden. Fotos, kurze Notizen und eine Liste der betroffenen Gegenstände erleichtern die Abwicklung.
  • Markisen einfahren.

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