Mottozimmer für Erwachsene: Witchcore, Dark Academia und Whimsigoth
Manche Einrichtungsstile bleiben rein auf der Ebene der Optik. „Witchcore“, „Dark Academia“ und „Whimsigoth“ gehen einen Schritt weiter und transportieren ein ganzes Lebensgefühl. Alle drei Stile definieren sich über die Sehnsucht nach dem Ungewöhnlichen, dem Verborgenen, dem, was sich der reinen Funktionalität entzieht.
Kerzenlicht statt LED-Streifen, alte Bücher statt Design-Objekte, Symbole statt gerader Linien. Genau diese gemeinsame Grundhaltung macht es sinnvoll, die drei Styles nebeneinander zu betrachten. Denn auch wenn alles davon eine eigene, individuelle Bildsprache hat, überschneiden sich die Wohnstile in ihrer Wirkung.
Auf unserer Plattform beschäftigen wir uns bereits seit einer Weile mit Mottozimmern für Erwachsene und Kids, wie unsere vielen Blog-Beiträge beweisen. Gerne mal durchklicken!
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- Mottozimmer für Kinder: Was sind die beliebtesten Themen?
Witchcore
Kräuter, Kristalle und getrocknete Blüten prägen diesen Stil maßgeblich. Getragen wird die Ästhetik von einer Nähe zur Natur, gepaart mit einem Hauch Ritual. Typisch sind offene Regale mit Fläschchen und Tinkturen, dazu Kerzen in unterschiedlichen Höhen und Formen. Schwarz, tiefes Grün und erdige Brauntöne dominieren farblich, ergänzt durch gelegentliche Gold- oder Silberakzente.

Mondphasen tauchen als Motiv immer wieder auf, sei es als Wandbild, Spiegelrahmen oder eingraviertes Detail auf einer Schale. Tarotkarten, alte Apothekerflaschen und Federn runden das Bild ab und verleihen dem Raum eine fast erzählerische Note. Und wer möchte, ergänzt das mit einem kleinen Kräutergarten auf der Fensterbank.
Dazu läuft „American Horror Story: Coven“ im TV und Kissen mit Katzenskelett oder Käfern drauf sind keinesfalls zu viel. Im Gegenteil. Ouija-Brett, Voodoo-Elemente und ein Wandbehang mit nackten Frauen, die mit okkulten Wesen um ein Feuer tanzen, ebenso wenig. Manche Menschen finden deinen Geschmack vielleicht komisch. Doch bist du dieser Ästhetik zugewandt, findest du bestimmt die Geschmäcker dieser Leute genauso komisch, weshalb alles davon seine Berechtigung hat. Du bist jedenfalls nicht allein mit deinem whimsical Style.
Dark Academia
Hier steht die Bibliothek im Zentrum, nicht der Kräutergarten. Vollgestopfte Bücherregale, Leselampen mit warmem Licht und dunkles Holz bilden das Grundgerüst. Die Farbpalette bewegt sich zwischen Dunkelbraun, Bordeaux und tiefem Grün, ähnlich wie bei Witchcore, allerdings ohne dessen esoterischen Einschlag.

Gemälde in schweren Rahmen, alte Schreibmaschinen und Globen erzählen von vergangenen Epochen und intellektueller Neugier. Efeu gilt in dieser Ästhetik als Lieblingspflanze, sie rankt an Regalen entlang oder hängt aus alten Vasen. Wolldecken, Cordsakkos, die lässig über der Stuhllehne hängen, und Schreibutensilien aus Leder unterstreichen den Eindruck eines Raumes, der eher zum Lesen als zum Entspannen einlädt.
Nostalgie ist das Zauberwort und dein Credo. Du bist wie Belle aus „Die Schöne und das Biest“. Bloß ohne die freundlichen Farben und ohne die sprechende Einrichtung. Dafür mit doppelt so vielen Lederbänden und einem Hauch mehr Melancholie im Regal.
Whimsigoth
Whimsigoth bringt eine spielerische Note in die dunkle Ästhetik. Samt, Fransen und Kristallanhänger dominieren gegenüber den strengeren Linien von Dark Academia. Die Farbpalette rutscht ins Violette, Bordeaux bleibt zwar präsent, tritt aber gegenüber Lila und tiefem Blau in den Hintergrund.

Celestiale Motive wie Sterne, Sonnen und Mondsicheln finden sich auf Textilien, Spiegeln und Wandbildern wieder. Anders als bei Witchcore steht weniger die Ritualhaftigkeit im Vordergrund, sondern eine fast theatralische Verspieltheit, inspiriert von 90er-Jahre-Popkultur und ihrer Faszination für alles Mystische. Baldachine über dem Bett, schwere Vorhänge und dekorative Spiegel mit verschnörkelten Rahmen zählen zu den typischen Elementen dieses Stils. Stevie Nicks würde sich in so einem Zimmer pudelwohl fühlen.
Gemeinsame Umsetzung
Wer mehrere dieser Stile kombinieren möchte, sollte auf die gemeinsame Farbbasis achten. Dunkle Grundtöne wie Bordeaux, Tannengrün und Schwarz funktionieren in allen drei Ästhetiken und lassen sich problemlos mischen. Kerzenlicht bleibt ein verbindendes Element, ebenso wie eine gewisse Vorliebe für alte, gebrauchte Gegenstände statt neuer Massenware.
Second-Hand-Läden und Flohmärkte eignen sich hervorragend für die Suche nach passenden Einzelstücken, seien es Bücher, Vasen oder Spiegel. Wichtig bleibt am Ende die persönliche Note. Keiner dieser Stile funktioniert als reine Checkliste, sondern lebt von einer echten Verbindung zu Symbolik, Geschichte und Ritual, die sich nicht erzwingen lässt.
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